Indi|en, amtlich Hindi Bharat, englisch Republic of India [rɪˈ

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Staat und Recht

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Verfassung

Nach der am 26. 11. 1949 von der verfassunggebenden Versammlung verabschiedeten und am 26. 1. 1950 in Kraft getretenen Verfassung (mehrfach geändert) ist Indien ein Bundesstaat (»Union of States«) mit parlamentarisch-demokratischem Regierungssystem. In den Bestand der Bundesstaaten (Gliedstaaten) kann durch Unionsgesetz eingegriffen werden. Hiervon ist u. a. im States Reorganization Act von 1956 Gebrauch gemacht worden, der das Bundesgebiet

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Recht

Dominierende Sprache im Rechtssystem ist Englisch. In jedem Staat besteht ein Obergericht (High Court) mit Universalzuständigkeit, zugleich Aufsichtsinstanz über die nachgeordneten ordentlichen Gerichte und Verwaltungsgerichte. Oberstes Appellationsgericht ist der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) der

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Flagge und Wappen

Die Nationalflagge geht auf die während der Unruhen von 1905 gebrauchten Streifenflaggen zurück, ab 1920 waren sie rot-weiß-grün. M. K. Gandhi führte 1921 das Dharmacakra

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Nationalfeiertag

Am 26. 1. wird der Tag der Republik begangen; der 15. 8. erinnert

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Verwaltung

Indien ist in 29 Bundesstaaten, 6 Unionsterritorien und das Hauptstadtterritorium Delhi gegliedert. Jüngster Bundesstaat ist Telangana, der erst 2014 durch Herauslösung aus Andhra

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Parteien

Indien verfügt über ein komplexes Parteiensystem. Wichtige Parteien sind der sozialliberale Indische Nationalkongress (INC; gegründet 1885), Träger der Unabhängigkeitsbewegung und

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Gewerkschaften

Die erste Gewerkschaft in Indien wurde 1890 unter den Textilarbeitern in Bombay (heute Mumbai) von Sozialreformern in

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Bildungswesen

Die Bildungspolitik in ihren grundsätzlichen Richtlinien wird gemeinsam von der Zentralregierung und den Regierungen der Bundesstaaten formuliert. Die Organisation des Schulwesens erfolgt in Verantwortung der Bundesstaaten, denen die Verfassung eine allgemeine

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Medien

Die Medienlandschaft ist sehr vielfältig und bildet ein großes Meinungsspektrum ab, die wirtschaftliche Konzentration jedoch hoch. In Konfliktregionen sowie auf dem Land ist eine freie Berichterstattung häufig nur eingeschränkt möglich. Presse: Die Anzahl periodischer

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Streitkräfte

Die Gesamtstärke der Freiwilligenarmee beträgt 1,3 Mio., die der paramilitärischen Kräfte (u. a. zentrale

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Landesnatur

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Landschaft

Der indische Subkontinent gliedert sich in drei tektonische Großlandschaften. Im Nordwesten und Nordosten hat Indien Anteil am Gebirgssystem des Himalaja, außerdem im Nordwesten Anteil am Karakorum.

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Indien: Kaschmir

Kaschmir, im Himalaja und Karakorum gelegen, weist zwischen den schroffen Gipfeln immer wieder fruchtbare Täler auf, die landwirtschaftlich genutzt werden.

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Tal von Kulu in Himachal Pradesh

Im niedrigeren Teil des fruchtbaren Tals, das Teil des Großen Himalaja-Nationalparks ist, werden Steinobst, Reis und Weizen angebaut.

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Gletscher Kulang im

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Klima

Das subtropische bis tropische Klima wird bestimmt durch den jahreszeitlichen Wechsel der Monsune. In den Wintermonaten (etwa November bis Juni) weht der trockene Nordostmonsun, im

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Vegetation

Bedingt durch die regional unterschiedlichen Niederschlagsmengen haben sich verschiedene Pflanzenformationen ausgebildet. Soweit sie nicht durch den Menschen zerstört wurden, finden sich in Westindien (Westghats, Malabarküste),

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Tierwelt

Die Tierwelt Indiens gehört größtenteils der orientalischen Region an, vor allem im Nordwesten kommen jedoch auch paläarktische Arten vor, die eingewandert sind. Die vielfältigen Lebensraumtypen des Subkontinents bieten einer sehr artenreichen Fauna Lebensraum. Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte sind heute jedoch viele Arten stark gefährdet und kommen nur noch in Nationalparks vor; Wilderei spielt noch immer eine Rolle. Betroffen sind vor allem viele der etwa 350 Säugetierarten. Artenreich sind

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Bevölkerung und Religion

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Bevölkerung

Indien ist nach China der bevölkerungsreichste Staat der Erde. Nach der letzten Volkszählung 2011 hatte es 1,21 Mrd. Einwohner (1961: 439,2 Mio., 1971: 548,1 Mio., 1991: 846,3 Mio.). Die jährliche Wachstumsrate der Bevölkerung lag noch 1971–81 bei 2,26 %, sank jedoch 1981–91 erstmals ab (2,13 %) und erreichte 2016 nur noch 1,19 %. Der Bevölkerungsanstieg der letzten Jahrzehnte ist in erster Linie eine Folge gesunkener Sterberaten (1960–65: 1,94 %, 1970–75: 1,58 %, 1980–85: 1,23 %, 2016: 0,73 %) bei zwar sinkender, aber dennoch hoher Geburtenrate (1960–65: 4,2 %,

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Religion

Der indische Staat versteht sich als säkularer Staat. Die Verfassung (Artikel 15) garantiert die Religionsfreiheit, stellt alle Religionsgemeinschaften rechtlich gleich und verbietet jede Art der Diskriminierung aufgrund einer bestimmten Religionszugehörigkeit. Gebunden an den staatlich vorgegebenen allgemeinen Gesetzesrahmen, haben die Religionsgemeinschaften das Recht, religiöse Institutionen einzurichten und ihre religiösen Angelegenheiten frei zu gestalten (Artikel 26).

Laut Daten der letzten Volkszählung (2011) bilden die Hindus mit 79,8 % die Mehrheit der Bevölkerung.

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Indien: Kumbhamela-Fest

Indische Pilger treffen sich beim Kumbhamela-Fest, dem

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Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft

Indien gehört – trotz verbreiteter Armut und noch relativ großem Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) – zu den 10 führenden Industrienationen der Erde. Zunehmende Bedeutung haben der

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Landwirtschaft

Trotz des forcierten Ausbaus der Industrie arbeiteten 2015 noch rund 50 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft; sie erwirtschafteten 17,4 % des BIP (1965: 47 %). Der Ackerbau bildet die Grundlage der Nahrungsmittelversorgung. Reis und Weizen sind mit weitem Abstand die wichtigsten Nahrungsmittel. Reisanbau findet man vornehmlich im Osten und Süden sowie in der Gangesebene, während sich der Weizenanbau auf Nordindien konzentriert. Dank »grüner Revolution« (und damit

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Forstwirtschaft

Trotz relativ restriktiver Forstgesetze und der Ausgrenzung ausgedehnter Schutzgebiete ist die Abholzung durch

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Fischerei

Fischfang wird sowohl als Binnen- als auch als Hochseefischerei betrieben. Indien

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Bodenschätze

Indien verfügt mit seinen Bodenschätzen, vor allem Kohle und Eisenerz (Hauptvorkommen in Goa), über eine gute Rohstoffbasis. Die erheblichen

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Energiewirtschaft

Indiens Energieverbrauch ist im Zuge der Industrialisierung stark gestiegen (etwa 10 % pro Jahr). Die Stromerzeugung belief

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Industrie

Die industrielle Entwicklung hat seit der Unabhängigkeit, als Indien nur eine beschränkte Anzahl industrieller Produkte herstellte, große Fortschritte gemacht. Bei Verstaatlichung der Schwerindustrie und einer Reihe anderer Sektoren, extensivem

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Tourismus

Der Subkontinent Indien bietet durch seine landschaftliche und ethnisch-kulturelle Vielfalt zahlreiche und sehr unterschiedliche Reiseziele. Touristen und Pilger strömen vor allem nach Delhi, zum Taj Mahal in Agra oder zur heiligen Stadt Varanasi am Ganges.

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Agra: Taj Mahal

Das Taj Mahal im nordindischen Agra, Grabanlage aus dem

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Außenwirtschaft

Die indische Handelsbilanz war nach 1965 fast ständig negativ, bedingt durch die importsubstituierende Politik. Die (heute vollständige) Abschaffung von Importlizenzen, die teilweise Freigabe des Wechselkurses und die Liberalisierung von Auslandsinvestitionen

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Verkehr

Indien verfügt mit einem Streckennetz von (2014) 68 525 km über das größte Eisenbahnnetz Asiens und das viertgrößte der Erde. Die Eisenbahnunternehmen wurden schon vor der Unabhängigkeit verstaatlicht und fallen unter die Zuständigkeit der Unionsregierung. Sie sind gleichzeitig größter Arbeitgeber des Landes. Die Hauptlinien des Streckennetzes verbinden die Überseehäfen mit den

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Geschichte

Vorgeschichte

Die Anwesenheit von Menschen der frühen Altsteinzeit ist durch die vom Kaukasus über Pakistan bis Indien verbreitete Kulturgruppe Soanien bezeugt. Die älteste Phase dieser Formengruppe ist u. a. durch Geröll- und Abschlaggeräte nachgewiesen. Östlich des Industals kommen zweiseitig bearbeitete, der Kulturstufe des Acheuléen ähnliche Steingeräte vor, die (noch ungeklärte) Verbindungen zu Ostafrika aufweisen. Zahlreiche Funde (v. a. Mikrolithen) und Höhlenzeichnungen deuten auf höher entwickelte Jagdtechniken (Harpunenfischfang, domestizierte Hunde) in der Mittelsteinzeit (seit 8000 v. Chr.) hin. Während in Zentral- und Südindien die

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Informationen zur indischen Kultur

Informationen zur indischen Kultur:

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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, Indien. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/indien