spanische Kunst, Bezeichnung für die Kunst auf dem Gebiet Spaniens. Die

(11 von 35 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Iberer, Römer, Westgoten und Mauren

Am unteren Guadalquivir blühte unter phönikischem Einfluss vom 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr. die orientalisierende Kultur von Tartessos (Grabfunde von Huelva). Der Norden und Nordosten Spaniens wurde kulturell von den Keltiberern geprägt. Im östlichen Andalusien verbreitete sich im letzten Jahrtausend v. Chr. die iberische Kunst, zu deren Höchstleistungen das Turmgrab von Pozo Moro bei Albacete mit Löwenfiguren und Reliefs, die 1,3 m hohe Dame von Baza (4. Jahrhundert v. Chr.) ebenso wie die Dame von Elche, die Grabfiguren vom Cerro de los Santos (5.–1. Jahrhundert v. Chr.)

(80 von 659 Wörtern)

Romanik

Die Zentren romanischer Baukunst befinden sich in Katalonien, Kastilien, León und Aragonien; sie standen durch wandernde Bauhütten mit den übrigen europäischen Kunstlandschaften (besonders Roussillon, Languedoc, Lombardei) in Verbindung. Für Katalonien, wo die romanische Kunst Spaniens ihren Anfang nahm, sind tonnengewölbte Saal- und Hallenkirchen bezeichnend (Klosterkirche Sant Pere de Roda, Provinz Girona, 1022 geweiht). Daneben entstanden auch flach oder offen gedeckte Hallenkirchen (Sant Climent in Taüll, Provinz Lleida, 1123 geweiht). Auf Veranlassung Ferdinands I. wurde die Königskapelle von San Isidoro in

(80 von 598 Wörtern)

Maurischer Stil

Gleichzeitig mit der christlichen Romanik im Norden entstanden in Südspanien die Bauten der Almohaden. Die Giralda und der Patio de los Naranjos der einstigen Moschee (1178–98)

(26 von 181 Wörtern)

Gotik

Der Übergang zur Gotik vollzog sich in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts in der Zisterzienserarchitektur. Ihre größten Klöster Santa Maria de Poblet und Santes Creus bei Valls liegen in Katalonien; nahe der Grenze zwischen Kastilien und Aragonien liegt Santa María de Huerta in der Provinz Soria.

image/jpeg

Vorplatz des Klosters Santa Maria de Poblet

Das im 12. Jahrhundert gegründete Zisterzienserkloster Santa Maria de Poblet wurde im 14. Jahrhundert im Kastilischen Krieg zu einer Bastion umgebaut.

Einer der ersten rein gotischen Bauten

(80 von 673 Wörtern)

Renaissance und Manierismus

Architektur: Die Anfangsphase des Platereskenstils bildet den Übergang zwischen Spätgotik und Renaissance. Sie wird charakterisiert durch die reiche, über die Bauwerke dekorativ gestreute Ornamentik. Ein Zentrum dieses Stils bildet Salamanca. Weitere Bauten des Stils sind das Hospital Real in Santiago de Compostela (1501–11) von E. Egas und die Kathedrale von Granada (1523 von Egas begonnen, 1529–63 fortgeführt von D. de Siloé). Berühmt wurde v. a. die Fassade der Universität von Salamanca (um 1525). Um 1540 nimmt die platereske Ornamentik Formen der italienischen Renaissance

(80 von 636 Wörtern)

Barock und Spätbarock

Architektur: Im frühbarocken Stil wurde die Jesuitenkirche San Isidro del Real in Madrid erbaut (1626–64). In Sevilla errichtete Leonardo de Figueroa (* um 1650, † 1730 ?) die Kirchen Santa María Magdalena (1691–1709), San Luis (1699–1731) und den Palacio de San Telmo (begonnen 1691) in Anlehnung an Werke F. Borrominis. Die großen Kathedralen erhielten ihre Fassaden: A. Cano schuf die in Granada (1667 ff.) und F. de las Casas y Novoa die von Santiago de Compostela (1738 ff.). Eine neue Bauaufgabe war die Anlage von Rathausplätzen (Plazas mayores).

(80 von 701 Wörtern)

Klassizismus und 19. Jahrhundert

Den Klassizismus vertraten in Spanien in der Architektur V. Rodríguez Tizón, der San Marcos (1749–53) in Madrid erbaute, und der noch strikter die klassizistischen Regeln beachtende J. de Villanueva, der den Prado errichtete (erster

(32 von 228 Wörtern)

Moderne und Gegenwart

Die neuere Entwicklung der spanischen Kunst kommt in Persönlichkeiten zum Ausdruck, die entscheidend die Gesamtsituation der Kunst des 20. Jahrhunderts mitgeformt haben. Die moderne Kunst entwickelte sich zunächst v. a. in den wirtschaftlich starken Regionen Katalonien und Baskenland. In Katalonien legten die handwerklichen Traditionen und die Aufbruchstimmung des Modernismus wichtige Grundlagen. Eigenständige Beiträge lieferte Spanien u. a. auf den Feldern der Urbanistik (Barcelona), des Modernismo, Kubismus, Surrealismus, der Eisenplastik und der Materialbilder. Fast alle bedeutenden Künstler der ersten Avantgarde-Generation hatten zunächst Erfolge in

(80 von 1751 Wörtern)

Quellenangabe
Brockhaus, spanische Kunst. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/spanische-kunst