Konsum [italienisch consumo »Verbrauch«, von lateinisch consumere »verbrauchen«, »verzehren«] der, -s,

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Konsum in der Wirtschaftstheorie

In der Volkswirtschaftslehre steht der Aspekt der Einkommensverwendung und der Nachfrage auf den Märkten im Vordergrund. Privater Konsum (privater Verbrauch) ist dabei jener Teil des Inlandsproduktes, der von privaten Haushalten erworben wird, um ihn unmittelbar für die eigene Wohlfahrtssteigerung einzusetzen, d. h. nicht weiterzuveräußern. Die Eigenproduktion der Haushalte bleibt unberücksichtigt. Gegenstand der privaten Nachfrage sind Konsumgüter. Die Charakterisierung als Konsumgut ergibt sich aus dem Zweck der Nachfrage beziehungsweise der Art seiner Verwendung (z. B. Auto zum privaten Gebrauch gegenüber dienstlicher Nutzung); je

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Konsum in der Marktwirtschaft

Die Käufe der Verbraucher bestimmen in der Marktwirtschaft über die Zusammensetzung der Produktion: Was nicht gekauft wird, wird auf

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Konsum in der Betriebswirtschaftslehre

In der Betriebswirtschaftslehre werden besonders die Bestimmungsgründe der Nachfrage nach Konsumgütern untersucht und das Verhalten von Menschen als Käufer und Verwender von Konsumgütern zu beschreiben, zu erklären und zu prognostizieren versucht. Konsum wird als Konsumentenverhalten, die Konsumtheorie als betriebswirtschaftliche Konsumentenforschung verstanden.

Im Gegensatz zur Mikroökonomik, die mit den allgemeinen (Optimierungs-)Bedingungen des Konsums befasst ist und daher von

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Soziologische Aspekte

Analog zu den Wirtschaftswissenschaften sind auch in der Konsumsoziologie einem Zweig der Wirtschaftssoziologie, zwei Betrachtungsweisen des Konsums möglich. Die mikrosoziologische Perspektive hat Formen des privaten Verbrauchs sowie die Nutzung von Sachgütern und Dienstleistungen durch private Haushalte im Kontext sozialer Strukturen und Prozesse im Blick. Dabei werden Motivations-, Informations- und Entscheidungsprozesse analysiert, ferner mit dem Erwerbsvorgang (Kaufakt) zusammenhängende Verhaltensweisen sowie sich anschließende Nutzungsweisen und nutzungsbezogene Einstellungen. Von Interesse sind dabei Regelmäßigkeiten (z. B. Gewohnheiten) und deren Wandel, u. a. zyklische Änderungen (Mode). Besondere

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Werke

Weiterführende Literatur:

Wertewandel u. Konsum, hg. v. R. Szallies u. G. Wiswede (21991);
Konsum, hg. v. K. E. Becker (1992);
U. Knobloch: Theorie u. Ethik des Konsums. Reflexion
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Quellenangabe
Brockhaus, Konsum. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/konsum