New Age [njuː ˈeɪdʒ; englisch »neues Zeitalter«].Der Begriff New Age, seit den 1990er-Jahren im deutschen Sprachraum zunehmend aus der Diskussion verschwunden und in der breiten Esoterikszene nur noch vereinzelt verwendet, wurde allgemein bekannt als 1) die zentrale Botschaft einer im letzten Drittel

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Geschichte

Unmittelbar greifbar wird die New-Age-Bewegung mit ihrer Kultur- und Gesellschaftskritik zuerst in der kalifornischen Gegenkultur der 1960er-Jahre. Im Rahmen der »Entmodernisierung« der amerikanischen Jugendkultur (P. L. Berger) wird, zusammen mit dem Vordringen östlicher Weltanschauungen und okkulter Praktiken in die Kommunen der Hippies und »Blumenkinder«, auch als gültiges Modell akzeptiert, dass die Menschheit im 20. Jahrhundert in das astrologische »Zeitalter des Wassermanns« eintritt (so z. B. im Aquarius-Song im Musical »Hair«, 1967).

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Wesen und Erscheinungsformen

Die wichtigste Grundanschauung des New Age ist ein Holismus und Geistmonismus: »Bewusstsein« gilt als die Realität, das Sein schlechthin. Es gibt »keine letztgültige Unterteilung zwischen Bewusstsein und Realität« (Michael Talbot, * 1953). Alles ist Bewusstsein; Bewusstsein ist das »primäre Faktum der Existenz, aus dem alles andere hervortritt« (Stanislav Grof, * 1931).

Darauf gründet sich der »mystische Utopismus« des New Age, in dem der Mensch zum Regisseur

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Auswirkungen

Es kennzeichnete die New-Age-Bewegung als »sanfte Verschwörung«, dass sie einerseits eklektisch und konsumistisch aus den verschiedensten Bereichen, von der Naturwissenschaft bis zu den Weltreligionen und der Esoterik, ihre weltanschaulichen Versatzstücke bezog, gleichzeitig aber auch ihrerseits diese Bereiche unterwanderte und auf sie zurückwirkte: In die Fragestellungen einiger mit New Age sympathisierender Naturwissenschaftler ging der New-Age-Monismus ein, indem behauptet wurde, der Sicht von Mensch und Natur in einigen avantgardistischen Ansätzen heutiger Naturwissenschaft (Quantenphysik, Systemtheorie, Bootstrap-Hypothese u. a.) liege ein »Paradigmenwechsel« zugrunde, der eine

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Quellenangabe
Brockhaus, New Age. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/new-age