Im Feld der Ästhetik muss die Erfahrung von Wirklichkeit von vornherein zweideutig werden, da sie hier ja zugleich nur den Charakter einer künstlichen, einer bloß inszenierten Wahrscheinlichkeit erlangen kann. Die Kunst bringt Wirkliches – sofern sie selbst bloß Möglichkeiten ausspielt – gleichsam indirekt zutage. Noch für F. von Schiller definiert sich der spezifische Wert der Kunst gerade durch ihren Abstand von der Realität: Bleibt der Dichter »bei dem Wirklichen stehen«, so ist er kein Poet.

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Quellenangabe
Brockhaus, Wirklichkeit in der Kunst. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/wirklichkeit/wirklichkeit-in-der-kunst