Wassernutzung, die Verwendung des natürlichen Wasserdargebots (Wasservorrats) zu Ernährung und Hygiene,

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Wasserdargebot der Erde

Die auf der Erde vorhandene Wassermenge befindet sich unter dem Einfluss der von der Sonne ausgestrahlten Energie in einem ständigen Kreislauf (Verdunstung–Niederschlag–Abfluss–Verdunstung). Dieser seit langer Zeit bekannte Wasserkreislauf bestimmt in den unterschiedlichen Klimazonen der Erde weitgehend die vielfältigen äußeren Erscheinungsformen der Umwelt wie auch die Lebensbedingungen der Menschen. Er lässt sich auch heute noch nicht genau berechnen, da er außerordentlich komplex und darüber hinaus zeitlich und räumlich nicht gleichbleibend

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Wasserbedarf

Hauptnutzer des Wassers sind Haushalte, Kleingewerbe, öffentliche Einrichtungen, Industrie (für Produktionsprozesse), Landwirtschaft (zur Bewässerung) und Energiewirtschaft (Kühlwasser für thermische Kraftwerke). Bei allen Verwendungsformen des Wassers wird eine gewisse Menge des entnommenen Wassers »verbraucht« (im Allgemeinen verdunstet), der Rest wird als Abwasser in die Umwelt direkt zurückgegeben und bleibt prinzipiell weiter verfügbar.

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Wassernutzung: Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist der größte Wassernutzer.

Die Betriebe der öffentlichen Wassergewinnung haben in Deutschland im Jahr 2013 insgesamt 5,1 Mrd. Kubikmeter Wasser gefördert. 60,9 % des in Deutschland

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Grundversorgung mit Wasser

In den letzten Jahren sind Fortschritte bei der Grundversorgung mit Wasser erreicht worden. Weltweit stieg der Anteil der Menschen, die Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, von 77 % (1990) auf 91 % (2015). Auch der Zugang zu Toiletten oder Latrinen

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Wassermangel im Kontext anderer globaler Probleme

Nicht ausreichend gedeckter Wasserbedarf steht in Beziehung mit anderen problematischen Welttrends und einer Reihe von Notständen, mit denen die Weltbevölkerung konfrontiert ist. Dazu gehören die Auswirkungen des Klimawandels (Klimaänderungen). Der fortgesetzte Treibhauseffekt und der prognostizierte Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um bis zu 6,4 °C sowie der Anstieg des Meerwasserspiegels um bis zu 74 cm

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Wasserbewirtschaftung

Wasser ist der Rohstoff, der in vielen Teilen der Erde sowohl der wirtschaftlichen als auch der demografischen Entwicklung am ehesten Grenzen auferlegt. Prognosen über die Entwicklung des Wasserbedarfs und die mögliche Nutzung vorhandener Wasserreserven können eher Größenordnungen und Entwicklungstendenzen als quantitative Detailinformationen vermitteln. Dem weltweit tatsächlich nutzbaren Süßwasservolumen von rd. 9 000 km3 stand 1997 bei einer Bevölkerung von 5,8 Mrd. eine Nutzung (Gebrauch und Verbrauch) von rund 3 800 km3 gegenüber. Prognosen für das Jahr 2025 sagen bei einer zu erwartenden Bevölkerung

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Wasserausgleichsmaßnahmen

Trotz des in zahlreichen Regionen schwierigen sozialen Umfeldes erfordert die ungleiche Verteilung des Wassers eine planmäßige Bewirtschaftung, um die Versorgung sichern zu können. Eine Weltwasserwirtschaft im Sinne eines kontinentalen Wasserausgleichs kann es dabei nicht geben, eine nationale Gesamtwasserwirtschaft nur bei kleinen Staatsgebieten. Ausgleichssysteme umfassen aus technischen und finanziellen Gründen meist nur die Einzugsgebiete einzelner

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Einsparung, Wiederverwendung und Gewinnung von Wasser

In Wassermangelgebieten, in denen die natürlichen Wasservorräte bereits weitgehend genutzt sind, müssen zu den Maßnahmen der Speicherung und Überleitung weitere, auch unkonventionelle Verfahren der Wasserversorgung eingeführt werden, wenn die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung nicht stagnieren oder rückläufig werden soll. Große Möglichkeiten liegen in Wassereinsparung (Verbesserung der Produktionsverfahren in Industrie und Landwirtschaft, sorgsamerer Umgang

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Internationale Konflikte

Zunehmender Wassermangel, ungleiche Verfügung über oder gemeinsame Abhängigkeit von bestimmten Wasserressourcen sind ein Quell internationaler Konflikte. Insbesondere in Regionen, in denen der wachsende Bedarf an Wasser in immer größerem Widerspruch zu genutzten oder potenziell nutzbaren Reserven steht, verschärft sich diese Konfliktsituation tendenziell. Bis zum Jahr 2025 wird die Zahl der Menschen, die in solchen Ländern leben, auf etwa 1 Mrd. ansteigen. Obwohl sich diese Entwicklung in hohem Maße auf Nordafrika, Teile des subsaharischen Afrika, den Nahen Osten und Westasien konzentriert, erweisen

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Werke

Weiterführende Literatur:

G. Garbrecht: Wasser. Vorrat, Bedarf u. Nutzung in Geschichte u. Gegenwart (1985);
T. Kluge u. E. Schramm: Wassernöte. Zur Geschichte
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Quellenangabe
Brockhaus, Wassernutzung. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/wassernutzung