Technikgestaltung, umfasst alle Bemühungen, die technische Entwicklung im Sinne gesellschaftlicher Zielsetzungen und Erwartungen (Gemeinwohl) zu beeinflussen. Der Begriff drückt die Erwartung aus, dass

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Begriffsgeschichte

Der Begriff der Technikgestaltung ist relativ neu. Zu Beginn der gesellschaftlichen Diskussionen über die Ambivalenz des technischen Fortschritts in den 1960er- und 1970er-Jahren herrschte ein eher deterministisches Verständnis der Technikentwicklung vor, wonach die technische Entwicklung nach eigenen Gesetzen verläuft. Technik komme zwar immer nur durch menschliche Handlungen zustande, sei aber doch zu einer selbstständigen Instanz

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Akteure der Technikgestaltung

Technik wird in der Regel vornehmlich mit Ingenieuren in Verbindung gebracht. Die Aufgabe der Ingenieure ist es, technische Produkte und Systeme zu entwerfen, Prototypen herzustellen und zu testen, die Fertigung zu konzipieren und zu überwachen und schließlich auch Wartungs- und Entsorgungsfragen technisch zu lösen. Ingenieure leisten so fraglos einen wesentlichen Beitrag zur Technikentwicklung. Dieser Beitrag bildet den Hintergrund für Ansätze der Ingenieurethik, die Verantwortung der Ingenieure für das Gemeinwohl einzufordern. Gelänge dies, dann würden Ingenieure Technik direkt in Einklang mit

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Ziele der Technikgestaltung

Die Ziele der Technikgestaltung in gesellschaftlichem Interesse unterliegen der demokratischen Kontrolle des politischen Systems. In den demokratisch legitimierten Institutionen und Verfahren wird

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Mittel der Technikgestaltung

Da das politische System und der Staat in Fragen der Technikgestaltung eine hervorgehobene Rolle spielen, sind es v. a. politische Instrumente und Maßnahmen, die in der Technikgestaltung eingesetzt werden. Politische Technikgestaltung lässt sich in vier Bereiche untergliedern: 1) Regulierung/Deregulierung, 2) Forschungs- und Technologieförderung, 3) direkte staatliche Technikentwicklung und 4) der Staat als Moderator.

Regulierungen durch Gesetze und Verordnungen sind wesentliche Elemente der gesellschaftlichen Technikgestaltung. Die wichtigsten Instrumente sind Sicherheitsvorschriften einschließlich ihrer

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Grenzen der Technikgestaltung

Begleitet wird die Diskussion um die Technikgestaltung von zweifelnden Stimmen, die vor einem Gestaltungsoptimismus warnen. Diese Zweifel nähren sich v. a. aus der Frage, ob es hinter den vielen einzelnen, jeweils höchst unterschiedlichen Gestaltungszielen einen gesellschaftlichen Konsens bei der Technikgestaltung gibt. Gibt

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Praxis der Technikgestaltung

Explizite Beeinflussungen der Technikentwicklung durch gesellschaftliche Akteure sind z. B. die Serie von Verordnungen und gesetzgeberischen Maßnahmen, welche in den 1980er-Jahren zum

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Technikgestaltung für nachhaltige Entwicklung

Durch Technik prägen wir nicht nur unsere Gegenwart, sondern auch die Zukunft. Wenn wir technisch hergestellte Produkte oder Systeme benutzen, setzen wir Stoffströme in Bewegung, verbrauchen Energie, verursachen Abfälle und Emissionen. Wir verändern die natürliche Umwelt durch Technik, aber auch unsere Gesellschaft. Zukünftige Generationen werden die von unserer Technik produzierten Emissionen, in der chemischen Zusammensetzung veränderte Umweltmedien Wasser, Boden und Luft, die leer geräumten Rohstofflager und die deponierten Abfälle vorfinden. Auf der anderen Seite werden sie aber auch den erreichten

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Werke

Weiterführende Literatur:

The social construction of technological systems. New directions in the sociology and history of technology
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Quellenangabe
Brockhaus, Technikgestaltung. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/technikgestaltung