Siebenbürgen, rumänisch Transilvania, Ardeal, ungarisch Erdély [ˈεrdeːj], historische Landschaft in Rumänien, im Innern des Karpatenbogens, etwa 80 000 km2, rd. 6,4 Mio. Einwohner; umfasst v. a. das von den Ost- und Südkarpaten im Norden, Osten und Süden und vom Westsiebenbürgischen Gebirge (mit Bihorgebirge) im

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Geschichte

Das seit dem Altpaläolithikum kontinuierlich besiedelte Siebenbürgen wurde seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. von den nordthrakischen Dakern bewohnt; es war das Kernland ihrer Reiche sowie Zentrum der 106 n. Chr. von Kaiser Trajan errichteten römischen Provinz Dakien. Nach dem Rückzug der Römer (270/271; Nachkommen: Dakoromanen) von Sarmaten, Goten und Hunnen beherrscht, gehörte Siebenbürgen zu den Reichen der Gepiden (bis 567), Awaren (bis Ende des 7. Jahrhunderts) und Bulgaren, bevor es zwischen 895/896 und 955 von Magyaren besetzt wurde, die bis Ende des

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Kunst

Frühzeit: Wichtige Zeugnisse aus der vorchristlichen und der Völkerwanderungszeit sind Goldschmiedearbeiten (u. a. Schatz von Szilágysomlyó [rumänisch Șimleu Silvaniei], um 400 n. Chr., Wien, Kunsthistorisches Museum, und Budapest, Nationalmuseum).

Romanik und Gotik: Seit Anfang des 11. Jahrhunderts wurde die Kunst infolge der Zugehörigkeit zu Ungarn mitteleuropäisch geprägt. In der Architektur setzte sich der Steinbau durch. Stephan I. gründete die Kathedrale in Alba Iulia (Tympanon mit der Darstellung der Maiestas Domini vom Ende des 11. Jahrhunderts, die Kirche 1246 spätromanisch umgebaut, nach Brand 1277 in

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Quellenangabe
Brockhaus, Siebenbürgen. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/siebenburgen