Schweden, amtlich schwedisch Konungariket Sverige [ˈkoːnʊŋ

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Landesporträt

Für Informationen und Statistiken siehe Landesfakten.

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Schweden: Flagge

Die

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Geografie

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Landschaft

Schweden liegt im Osten der Skandinavischen Halbinsel (Skandinavien); der großen Nord-Süd-Erstreckung von 1 574 km steht eine größte Breite von 499 km gegenüber. Der Westküste nördlich von Göteborg und der Ostküste nördlich von Kalmar sind zahlreiche Schären vorgelagert (die Schärenküste ist UNESCO-Weltnaturerbe).

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Schweden: Schären

Die Schären sind kleine Felsinseln und -klippen, die in Schwärmen auftreten und als Schärenhof besonders der

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Klima

Infolge der großen Nord-Süd-Erstreckung von der mitteleuropäischen Westwindzone bis in die polare Klimaregion zeigt das Klima starke Unterschiede. Insgesamt ist es

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Vegetation

Südschonen und die Westküste gehören zur mitteleuropäischen Laubwaldregion mit Buchen und

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Schweden, nur im sehr dünn bevölkerten Norden (Lappland) leben Samen und Finnen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen vermehrt ausländische Arbeitskräfte und Flüchtlinge ins Land. Der

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Religion

Die Verfassung garantiert im Rahmen ihres Grundrechtskatalogs (Kapitel 2, Artikel 1) die Religionsfreiheit. Seit der Einführung der Reformation in Schweden (1527) gehört die Mehrheit der schwedischen Christen der evangelisch-lutherischen »Kirche von Schweden« (»Svenska Kyrkan«) an, die von 1527 bis 1999 Staatskirche war.

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Politik und Recht

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Politik

Nach der am 1. 1. 1975 in Kraft getretenen Verfassung ist Schweden eine konstitutionelle Monarchie mit parlamentarisch-demokratischem Regierungssystem. Der König als Staatsoberhaupt, seit 1973 Karl XVI. Gustav, hat lediglich Repräsentationsaufgaben. Die Erbfolge im Mannesstamm wurde

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge entstand im Mittelalter (Danebrog), das gelbe Kreuz lässt sich seit Mitte des 15. Jahrhunderts nachweisen. Zuletzt wurde die Flagge nach Auflösung der Personalunion mit Norwegen 1906 geändert. Das blaue Tuch wird

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Parteien

Wichtige Parteien sind die reformsozialistische Sveriges Socialdemokratiska Arbetarepartiet (SAP; deutsch Sozialdemokratische Arbeiterpartei Schwedens, gegründet 1889),

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Gewerkschaften

Die 1880/90 entstandenen Gewerkschaften haben eine vergleichsweise starke Position. Wichtigste Dachverbände sind der Schwedische Gewerkschaftsbund (Landsorganisationen i Sverige

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Militär

Die Wehrpflicht wurde für die schwedische Armee 2010 ausgesetzt (Wiedereinführung für 2018 vorgesehen). Die

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Verwaltung

Schweden ist in 21 Verwaltungsbezirke (Län) gegliedert, die durch Bezirksräte (Länsstyrelse)

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Recht

Der Gerichtsaufbau ist sowohl bei den allgemeinen Gerichten als auch in der Verwaltungsgerichtsbarkeit dreistufig. Eingangsinstanz der allgemeinen Gerichte sind die Bezirksgerichte (Tingsrätter), Rechtsmittel

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Bildungswesen

Nahezu das gesamte Bildungswesen untersteht dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Anerkannte Privatschulen werden finanziell unterstützt. Die Kommunen sind verpflichtet, eine

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Medien

Als erstes Land führte Schweden 1766 per Gesetz die Pressefreiheit ein. Seit 1949 ist das Pressegesetz Teil der Verfassung. – Presse: Um die Meinungsvielfalt zu erhalten und lokale Meinungsmonopole zu verhindern, erhalten zahlreiche Zeitungen staatliche Subventionen. Schweden gehört weltweit zu den Ländern

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Mit einem Bruttonationaleinkommen (BNE) je Einwohner von (2017) 52 590 US-$ zählt Schweden zu den Ländern mit dem höchsten materiellen Wohlstand. Beim Human Development Index belegt es Rang 14 von 195 Staaten. Anfang 1990 begann eine Rezession in Schweden, und zwar die schwerste seit den 1930er-Jahren, die erst 1994 überwunden werden konnte. Dieser Einbruch führte zu Reformen des Wohlfahrtsstaates.

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Bodenschätze

Der Bergbau hat in Schweden aufgrund der reichlich vorhandenen Bodenschätze eine lange Tradition. Die wichtigsten Eisenerzvorkommen liegen in

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Energiewirtschaft

Schweden verfügt über keine nennenswerten Erdöl- und Kohlevorkommen; Öl, Kohle und Erdgas müssen importiert werden. Heimischer Herkunft sind die Energieträger Biomasse, Wind- und Wasserkraft, die mit

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Industrie

Im industriellen Sektor (einschließlich Baugewerbe) erwirtschaften (2015) rd. 20 % der Erwerbstätigen 26,6 % des BIP. Die Industrialisierung des Landes hatte

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Landwirtschaft

Schweden hat einen relativ kleinen, aber hoch technisierten Agrarsektor. In der Landwirtschaft erwirtschaften (2015) 2 % der Erwerbstätigen einen Anteil von 1,4 % des BIP. Obwohl nur rund 7,5 % der Landfläche landwirtschaftlich genutzt werden (2,6 Mio. ha Ackerland, 5 000 Dauerkulturen, die restliche Fläche

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Dienstleistungssektor

Der Dienstleistungssektor ist mit einem Anteil an den Beschäftigten von (2015) rd. 78 % und am BIP von 72 % der weitaus größte Sektor der Volkswirtschaft. Die wichtigsten Einzelbereiche

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Verkehr

Schweden hat ein gut ausgebautes Verkehrsnetz, das allerdings nach Norden und zum Landesinneren hin ausdünnt. Seit 1990 werden zwischen Stockholm und Göteborg Hochgeschwindigkeitszüge eingesetzt. Sie verbinden heute die Städte Stockholm, Göteborg, Malmö, Jönköping, Karlstad, Gävle und Sundsvall.

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Geschichte

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Wikingerzeit und Reichsbildung

In Nordeuropa etablierten sich bereits in der Steinzeit nacheiszeitliche Jäger- und Fischerkulturen. In der Eisenzeit war der Süden des heutigen Schweden mit nordgermanischen Völkergruppen dicht besiedelt. Die unter dem Stammeskönigtum der Ynglinge geeinten Svear, deren älteste Sitze in Uppland und am Mälarsee lagen (Kult- und Herrscherstätten Altuppsala und Vendel; danach Bezeichnung des Zeitraums 550–800 n. Chr. als Vendelzeit), unterwarfen in der Zeit nach der Völkerwanderung zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert die Gauten (Götar) in Götaland. König Erich VII. Segersäll (»der Siegreiche«)

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Kalmarer Union

Als Erich XIII. (in Dänemark als Erich VII. und in Norwegen als Erich IV.) regierte er eigenmächtig mithilfe meist deutscher Vögte; die den Schweden zugesicherten Rechte wurden verletzt, hohe Steuern waren eine Folge seiner Kriege gegen Holstein und

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Großmacht im Ostseeraum

Schweden hatte sich nicht nur gegenüber Dänemark, das von den Sundlandschaften und von Norwegen aus die schwedischen Grenzen bedrohte, zu sichern, sondern musste auch in Finnland der russischen Expansion entgegentreten und zudem versuchen, der erdrückenden Wirtschaftskraft Lübecks entgegenzuwirken. Zunächst festigte Schweden im Dreikronenkrieg gegen Dänemark, Polen und Lübeck (1563–70) seine politische und wirtschaftliche Selbstständigkeit und begann eine Politik der Expansion nach Osten: 1561 wurde Reval schwedisch, Eroberungen Johanns III.

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»Freiheitszeit«, Parlamentarisierung, Union mit Norwegen

Die Reichsstände setzten mit den »Regierungsformen« von 1719 und 1720 eine Verfassung durch, die ihnen fast ausschließlich die Regierung überließ. So wurde die Politik unter Friedrich I. (1720–51) aus dem Haus Hessen-Kassel und Adolf Friedrich (1751–71) aus dem Haus Holstein-Gottorp durch die rivalisierenden Parteien der »Hüte« (konservativ, nach Frankreich orientiert) und der »Mützen« (liberaler, nach

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Neutralität, Erster und Zweiter Weltkrieg

Unter Oskar II. (1872–1907) kam es zu einer Annäherung an das Deutsche Reich und 1905 zur Auflösung der Union mit Norwegen. Gustav V. (1907–50) setzte die Außenpolitik seines Vaters fort. 1912 schlossen die drei skandinavischen Staaten Vereinbarungen über ihre Neutralität. Im Frühjahr 1914 verlangte eine umfangreiche Petitionsbewegung trotz der Neutralitätsgarantie eine Verstärkung von Heer und Flotte. Als der

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Wohlfahrtsstaat und EU-Beitritt

In den Nachkriegsjahren wurde Schweden zum Muster des modernen Wohlfahrtsstaates unter sozialdemokratischer Führung (Ministerpräsident 1946–69 T. Erlander, 1969–76 und 1982–86 O. Palme, 1986–91 I. Carlsson); diese wurde erstmals 1976–82 durch bürgerliche Koalitionsregierungen unterbrochen (1976–78 und 1979–82 T. Fälldin [Zentrumspartei], 1978/79 Ola Ullsten [* 1931; Liberale Volkspartei]). Nach dem Tod Gustavs V. (1950) bestieg Gustav VI. Adolf den Thron, ihm folgte

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Politikwechsel und neue Herausforderungen

Die Reichstagswahlen am 17. 9. 2006 gewann die bürgerliche »Allianz für Schweden« (insgesamt 48,2 % der Stimmen, 178 Mandate) unter Führung von F. Reinfeldt (Gemäßigte Sammlungspartei), der am 5. 10. 2006 zum Ministerpräsidenten gewählt wurde und eine Vierparteienregierung (Gemäßigte Sammlungspartei, Zentrumspartei, Liberale Volkspartei, Christliche Demokraten) bildete.

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Reinfeldt, Fredrik

Am 17. 3. 2007 wählten die Parteitagsdelegierten der SAP Mona Sahlin (* 1957) zur neuen Parteichefin. Die erste Frau auf diesem Posten in der Geschichte der SAP folgte G. Persson nach, der nach der Wahlniederlage

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Kultur

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Welterbe: Schloss Drottningholm

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Literatur

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Quellenangabe
Brockhaus, Schweden. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/schweden