Schuld [althochdeutsch sculd(a), zu sculan »schuldig sein«, »sollen«, »müssen«], Philosophie, Religion und Psychologie: 1) etwas, das man tun soll, eine Schuldigkeit, im Alltagsverständnis Verpflichtung zu einer (Geld-)Leistung (Zahlungsschuld; lateinisch debitum); 2) Schuld haben: »Urheber von etwas Verderblichem sein«, Verantwortung für die Verletzung eines rechtlichen, sittlichen oder religiösen Gesetzes oder Gebotes (Schuldigwerden; lateinisch culpa); auch die unrechte Tat. 

Beim Schuldbegriff im Sinne des Schuldigwerdens handelt es sich um eine Kategorie der Selbst- oder Fremdbewertung menschlichen Handelns, wobei das Verschulden – im Sinne einer fahrlässigen

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Werke

Weiterführende Literatur:

Handbuch philosophischer Grundbegriffe, hg. v. H. Krings u. a., Bd. 5: Religion – Transzendental (1974);
G. Condrau: Angst u. Schuld als Grundprobleme der Psychotherapie
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Quellenangabe
Brockhaus, Schuld (Philosophie). http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/schuld-philosophie