Im Laufe des 18. Jahrhunderts stieg der Roman zu einer der wichtigsten literarischen Gattungen auf, zunächst beim lesenden Publikum, deutlich später auch in Literaturkritik und Poetik. Er eignete sich besonders für die Darstellung von Individualität und Subjektivität v. a. in Form von (fiktionalen) Lebensgeschichten und Briefromanen. Entscheidende Impulse für neue Romanformen gingen von England aus. Hier hatte sich zuerst ein modernes Bürgertum gebildet, das fortan das eigentliche Publikum für den Roman war, wobei der weiblichen Leserschaft große Bedeutung zukam. D. Defoes »The life

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Quellenangabe
Brockhaus, Der Roman des 18. Jahrhunderts. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/roman-30/der-roman-des-18-jahrhunderts