Als der österreichische Bergsteiger Heinrich Harrer am 15. Januar 1946 nach einem 900 Kilometer langen Fußmarsch durch die eisige Bergwelt des Himalaya vor den Toren der tibetischen Hauptstadt Lhasa stand und in der Ferne die goldenen Zinnen des Potala-Palastes erblickte, da verspürte er das Bedürfnis, auf die Knie zu sinken und, wie die buddhistischen Pilger, den Boden mit der Stirn zu berühren.

Dieser Moment, so Harrer in seinen Erinnerungen, habe ihn für all die Entbehrungen entschädigt, die er seit seiner

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Quellenangabe
Brockhaus, Die Festung der Gottkönige. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/potala-palast-in-lhasa-welterbe/die-festung-der-gottkönige