Ende des 19.  Jahrhunderts entstand – zunächst experimentell – das Behandlungskonzept, ein funktionsunfähig gewordenes Organ durch ein gesundes zu ersetzen. Neben den operativ-technischen Anforderungen und der damals nur in Ansätzen erkannten Bedeutung der Immunologie stand von Anfang an die Frage im Vordergrund, woher diese gesunden Organe stammen könnten, mit denen tödliche Krankheitsverläufe durch Organversagen erfolgreich behandelt werden sollten. Frühe Behandlungsversuche nutzten Nieren von Tieren (1906 Schwein, Ziege, 1910 Affe), die an die Armgefäße beziehungsweise Oberschenkelgefäße von Patienten

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte der Organspende. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/organspende/geschichte-der-organspende