NATO, Kurzwort für North Atlantic Treaty Organization [nɔːθ ətˈlæntɪk ˈtriːtɪ ɔːgənaɪˈzeɪʃn; englisch »nordatlantische Vertragsorganisation«], OTAN, Kurzwort für französisch Organisation du Traité de l'Atlantique-Nord [ɔrganizaˈsjɔ̃ dytrεˈte dəlatlãˈtɪk nɔːr], Nordatlantikpakt, Atlantische Gemeinschaft, am 4. 4. 1949 in Washington (D. C.) geschlossenes Bündnis, das die Mitglieder neben der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zur

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Organisation

Politische Organisation: Höchstes Beratungs-, Koordinierungs- und Entscheidungsgremium des Bündnisses ist der aus den Vertretern der Mitgliedstaaten bestehende Nordatlantikrat (North Atlantic Council, Abkürzung NAC), kurz NATO-Rat. Dieser kann in zwei Formen zusammentreten: Bei den zweimal jährlich stattfindenden Ministertagungen (Frühjahr und Herbst) ist jedes Land durch seinen Außenminister vertreten, gelegentlich finden auch Treffen der Staats- und Regierungschefs statt (sogenannte »NATO-Gipfel«). Zwischen den Ministertagungen wird die Funktionsfähigkeit des NATO-Rates durch die mindestens einmal wöchentlichen Tagungen der im Botschafterrang stehenden »Ständigen Vertreter« der Bündnispartner

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Die NATO in der Zeit des Kalten Krieges

Die Gründung der NATO 1949 erfolgte unter dem Eindruck des sich ausdehnenden kommunistischen Machtbereichs in Europa (1945–48). Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges sollte das Bündnis der als Bedrohung empfundenen militärischen Präsenz der Sowjetunion als Gegengewicht ein Streitkräftepotenzial im westlichen Europa entgegensetzen.

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NATO: Flagge

In der Flagge der NATO symbolisiert das blaue Tuch den Atlantik, die Kompassrose den Kurs auf den Frieden, der Kreis darum das gemeinsame Handeln der Mitglieder, und die vier Striche stehen für die vier Himmelsrichtungen.

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Entwicklung seit 1989

Bedingt durch den Umbruch in der Sowjetunion und die umwälzenden Veränderungen in den Staaten Mittel- und Osteuropas sowie den damit einhergehenden Zerfall des Warschauer Pakts verringerte sich die militärische Bedrohung für die NATO entscheidend. Als Konsequenz aus dieser Entwicklung bekräftigte die Allianz auf dem Londoner Gipfeltreffen am 6. 7. 1990 ihre Bereitschaft zur Freundschaft und Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas. Am 19. 11. 1990 unterzeichneten Vertreter der NATO und des Warschauer Pakts am Rande des KSZE-Sondergipfels die »Pariser Erklärung«, in der sie

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Werke

Weiterführende Literatur:

Das Nordatlantische Bündnis 1949–1956, hg. v. Klaus A. Maier u. N. Wiggershaus (1993);
A. Pradetto u. a.:
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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, NATO. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/nato