Napoleon, französisch Napoléon [napoleˈɔ̃], französischer Herrscher aus der korsischen Familie

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Jugend und militärischer Aufstieg

Nach dem Willen des Vaters Carlo Maria Bonaparte französisch erzogen, blieb Napoleon auf den Militärschulen von Brienne (1779–84) und Paris (1784–85) auch als Leutnant der Artillerie (Oktober 1785) ein Landfremder. Erst nach

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Konsulat und Kaiserreich

Die Popularität Napoleons ermöglichte den Sturz des Direktoriums am 18./19. Brumaire VIII (9./10. 11. 1799). Die Konsularverfassung vom 13. 12. 1799, die ihn zum ersten unter drei auf zehn Jahre bestimmten Konsuln machte, war ganz auf die alleinige Machtausübung Napoleons zugeschnitten. Im Inneren setzte er an die Stelle des Gegeneinanders konkurrierender Gewalten ein vorzüglich organisiertes, zentralistisches Ordnungssystem. Den Kirchenkampf der Revolution beendete er durch das Konkordat mit Papst Pius VII. (1801), womit er sich die Verfügung über die vom Staat besoldete Kirche

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Historische Bedeutung und Nachwirkung

Napoleon verband in seinem Wirken Ideen der Französischen Revolution mit absolutistischem Herrscherwillen und grenzenlosem Machtdrang. Er griff weit über die Grenzen hinaus, die die bourbonische Machtpolitik selbst unter Ludwig XIV. respektiert hatte. Ideenreich, aber auch brutal als Staatsmann, zerstörte er in Europa das Ancien Régime. In Verwaltung, Gesellschaft und Rechtssystem prägt er Frankreich bis heute. In Italien und in Deutschland verhalf er dem modernen Staats- und Nationsgedanken zum Durchbruch, wobei feudale Sonderrechte und kleinstaatliche Zersplitterung überwunden wurden.

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Werke

Weiterführende Literatur:

E. Kleßmann u. K.-H. Jürgens: Napoleon. Lebensbilder (Neuausgabe 1990);
J. Presser: Napoleon. Das Leben u. die Legende (aus dem Niederländischen,
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Weitere Medien

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Napoleon I.: Zeitzeugen

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François Gérard: »Kaiser Napoleon I. Bonaparte«

François Gérard:

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Quellenangabe
Brockhaus, Napoleon (Napoleon I.). http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/napoleon-napoleon-i