Mongolen, mongolisch Mongol, Sammelbezeichnung für Mongolisch sprechende Stämme in Zentralasien.

Kernland der Mongolen ist heute die Mongolei. Zahlreicher sind die Mongolen in China (rd. 6 Mio.), dort gerieten sie jedoch selbst in ihrem autonomen Gebiet Innere Mongolei

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Handwerk, Kunst und Brauchtum

Mit Gründung eines einheitlichen mongolischen Staates im 13. Jahrhundert wurden für den Ausbau der Hauptstadt Karakorum tibetische, uigurische, chinesische und europäische Künstler herangezogen, wie die stilistisch unterschiedlichen Fresken des Palastes des Ögädäi (Ugedei) zeigen. Wichtigste Wohnstätte blieb jedoch die Jurte (mongolisch: ger). Prachtjurten und Paläste wurden mit kostbaren abgesteppten Filzen, Pelzen, Leder, Holzmöbeln und -gerätschaften, die zum Teil mit eingeschlagenen Silberornamenten verziert waren, ausgestattet. Die bei größeren Jurten notwendigen Jurtensäulen waren den Zeugnissen nach vergoldet; die Goldene Horde war nach der

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Geschichte

Die Ethnogenese der Mongolen ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Ihre Vorfahren auf dem Territorium der Mongolei werden unter den Xianbi (2.–4. Jahrhundert) vermutet  – Viehhalterstämme, deren Siedlungsgebiet in der östlichen Mongolei und südlichen Mandschurei lag. Einige Wissenschaftler gehen von gemeinsamen ethnischen Wurzeln der Kitan und der Mongolen aus. In den Annalen der chinesischen Tang-Dynastie (618–907) finden sich Namen wie Mengwa oder Mengwu. Im April 1084 erwähnen Schriftstücke der chinesischen Liao-Dynastie (907–1125) das entfernte Land

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Werke

Weiterführende Literatur:

E. u. M. Taube: Schamanen u. Rhapsoden. Die geistige Kultur der alten Mongolei (Leipzig 1983);
S. Sečen: Geschichte der Mongolen u. ihres Fürstenhauses (aus dem Mongolischen, Zürich 1985);
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Weitere Medien

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Mongolen: Traditioneller Tanz

Ein mongolischer Tänzer mit traditionellem,

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Quellenangabe
Brockhaus, Mongolen. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/mongolen