Migration [lateinisch migratio »(Aus)wanderung«, zu migrare »wegziehen«] die, -/-en, Wanderung, allgemein ein Begriff, der Prozesse räumlicher Bewegung bezeichnet. Einwanderung, Auswanderung

In der

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Migration von Menschen

Das jeweilige Erscheinungsbild von Migration wird von zahlreichen Faktoren bestimmt. Hierzu gehören geografische, klimatologische und demografische Aspekte ebenso wie ökonomische, ökologische,

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Migrationsforschung und Migrationsformen

Eine erste, an mathematischen Modellen orientierte Untersuchung zur Erforschung von Migrationsprozessen legte Ernst Georg Ravenstein (* 1834, † 1913) 1885 vor; in der Folge entwickelte sich Migrationsforschung zunächst in den »klassischen« Einwanderungsländern, besonders in den USA. Hier standen Prozesse der Assimilation, des Kulturschocks und der Marginalisierung im Vordergrund (R. E. Park; W. I. Thomas), danach die Untersuchung von Eingliederungsprozessen

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Migrationsursachen

Da räumliche Veränderungen ein Merkmal menschlichen Verhaltens sind, können nahezu alle Impulse, die menschliches Handeln und Verhalten bewirken, auch als Anlässe individueller und globaler Migrationsbestrebungen angesehen werden. Hinzu kommt, dass sich Sesshaftigkeit als Gegenmodell zur Lebensform der Wanderschaft stammesgeschichtlich erst vergleichsweise spät ausgebildet hat.

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Historische Entwicklung

Nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen hat sich der Mensch von Afrika über den Planeten ausgebreitet. Zur Beurteilung der menschheitsgeschichtlichen Migration, die erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts systematisch erfasst wird, sind drei große »Schwellen« (B. Schäfers) auszumachen: 1. Migration vor der Sesshaftwerdung, 2. Migration prinzipiell Sesshafter, 3. Migration (mit der dominant werdenden Arbeitskräftemigration) im Zuge der industriellen Revolution und Verstädterung. In der historischen Entwicklung Europas spielen v. a. die Migrationsbewegungen zu Beginn der abendländischen Geschichte (griechische Kolonisation), Ausbreitung indogermanischer Sprachen) sowie

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Migration und Bevölkerung

Neben Armuts- und Arbeitsmigration setzte im 19. Jahrhundert eine Entwicklung ein, die

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Entwicklung in Deutschland

Das Problem der gesellschaftlichen Integration von »Fremden« (Immigranten) hat es auf dem Gebiet des heutigen Deutschland schon in Mittelalter und früher Neuzeit gegeben, z. B. den von der christlichen Mehrheitsgesellschaft als Fremde begriffenen Juden, den Salzburger Exulanten oder den Hugenotten). Im 19. Jahrhundert war Deutschland ein Auswanderungsland, mit der Hochindustrialisierung

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Bedeutung

Dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, wurde lange Zeit von der Politik bestritten, mit dem Zuwanderungsgesetz (am 1. 1. 2005 in Kraft

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Werke

Weiterführende Literatur:

Wanderungsraum Europa, hg. v. M. Morokvasic u. H. Rudolph (1994);
Mit Fremden leben. Eine Kulturgeschichte v. der Antike bis zur Gegenwart, hg. v. A. Demandt (1995);
Mobilität und Migration in Deutschland, hg. v.
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Quellenangabe
Brockhaus, Migration. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/migration