»Das größte Schloss für das kleinste Reich«, spottete Europas Hofadel, als sich der Regent von Neapel-Sizilien zu Füßen des mittelalterlichen Caserta Vecchia eine königliche Residenz mit über 1200 Sälen hinstellen ließ. Dem Bourbonen Karl III., einem Enkel des französischen »Sonnenkönigs«, schwebte ein Palast vor, der Versailles und Schönbrunn gleichen sollte. Mit dem Bau beauftragte er Luigi Vanvitelli, Sohn des holländischen Vedutenmalers Gaspard van Wittel und bis zu diesem Zeitpunkt kaum aus dem Schatten seines Lehrmeisters Filippo Juvarra getreten. Die

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Quellenangabe
Brockhaus, Eine Konkurrentin von Versailles. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/königliches-schloss-in-caserta-welterbe/eine-konkurrentin-von-versailles