Noch die Gründungsfigur der Haskala (jüdische Aufklärung), M. Mendelssohn, bediente sich in dem Teil seiner Schriften, der sich vorrangig an ein jüdisches Publikum richtete, einer orthografischen und lexematisch modernisierten, am zeitgenössischen Deutsch orientierten Form des Jiddischen. Die Haskala bereitete Ende des 18. Jahrhunderts aber auch das Aufkommen einer sprachlich und inhaltlich assimilierten Literatur vor, die nicht mehr nur für ein eingeschränktes Publikum bestimmt war und die schließlich zu einer der bedeutendsten Manifestationen jüdischer Kultur in Osteuropa und später v. a. in Nord- und

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Quellenangabe
Brockhaus, Moderne jiddische Literatur. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/jiddische-literatur/moderne-jiddische-literatur