Italien blieb dem europaweiten Phänomen einer Literalisierung des Theaters (Entwicklung einer Theaterinszenierung nicht aus Spiel und Improvisation, sondern in enger Orientierung an einen im Vorhinein verfassten Dramentext; ab Mitte des 17. Jahrhunderts einsetzend) relativ fern. Auch der umgekehrte Prozess einer Retheatralisierung im Sinne eines zunehmend kreativ tätigen Regisseurs (Regietheater) setzte in Italien später (um die Mitte des 20. Jahrhunderts) ein als in anderen Ländern Europas. Dabei ist bezeichnend, dass sich die bedeutendsten Pioniere des europäischen Regietheaters – von J.  Copeau in Frankreich über

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Quellenangabe
Brockhaus, 20. Jahrhundert und Gegenwart. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/italienisches-theater/20-jahrhundert-und-gegenwart