italienisches Theater. Das italienische Theater umfasst die im Spätmittelalter und in der Renaissance häufig noch lateinischsprachigen

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Spätmittelalter und Renaissance

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Geistliches Spiel und Wiederentdeckung antiker Dramen

Wie in anderen europäischen Regionen, so entwickelten sich auch in Italien theatrale Ausdrucksweisen ab dem Spätmittelalter zunächst in Form des geistlichen Spiels. Mit ihm wurden biblische Ereignisse durch Priester und Laien dargestellt. Spielort war zunächst (im Rahmen von Gottesdiensten) der Kircheninnenraum, später wurden Kirch- und Marktplätze sowie weitere Teile des Stadtraums genutzt. Früheste Berichte über geistliche Spiele in Italien konzentrieren sich auf die Mitte des 13. Jahrhunderts (z. B. Schilderung der Aufführung eines Osterspiels im Benediktinerkloster Montecassino 1244). Die theatrale Präsentation biblischer

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17. und 18. Jahrhundert

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Oper, Commedia dell'Arte und bürgerliches Theater

Unter den theatralen höfischen Festveranstaltungen avancierte im frühen 17. Jahrhundert die Oper zur beliebtesten Aufführungsform. Im Bereich des Sprechtheaters gewann die Stegreifkunst der Commedia dell'Arte anfangs

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19. und frühes 20. Jahrhundert

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Startheater im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert verbreitete sich das »teatro pubblico a pagamento«, das Geschäftstheater auf der Basis von Angebot und Nachfrage, weiter. Mit gewisser Genugtuung, wenn auch nicht unumstritten, wird in der italienischen Theaterwelt das Zeitalter der großen Schauspieler im 19. Jahrhundert

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Stehende Theater und Dialektbühnen

Während in anderen Ländern Europas seit dem 18. Jahrhundert Nationaltheater entstanden waren, kam es in Italien – v. a. durch das Fehlen der territorialen Einheit und einer einheitlichen Nationalsprache – nicht dazu. Im Gegenteil entwickelten sich in großen Städten regional geprägte Dialekttheater. Auch diese waren in erster Linie Schauspielertheater, teilweise ebenfalls geprägt von Schülern Modenas (z. B.

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20. Jahrhundert und Gegenwart

Italien blieb dem europaweiten Phänomen einer Literalisierung des Theaters (Entwicklung einer Theaterinszenierung nicht aus Spiel und Improvisation, sondern in enger Orientierung an einen im Vorhinein verfassten Dramentext; ab Mitte des 17. Jahrhunderts einsetzend) relativ fern. Auch der umgekehrte Prozess einer Retheatralisierung im Sinne eines zunehmend kreativ tätigen Regisseurs (Regietheater) setzte in Italien später (um die Mitte des 20. Jahrhunderts) ein als in anderen Ländern Europas. Dabei ist bezeichnend, dass sich die bedeutendsten Pioniere des europäischen Regietheaters – von J.  Copeau in Frankreich über

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Werke

Weiterführende Literatur:

G. Ricci: Teatri d'Italia dalla Magna Grecia all'Ottocento (Mailand 1971);
R. Andrews: Scripts and scenarios. The performance of comedy in Renaissance Italy (Cambridge 1993);
M. Brauneck: Die Welt als
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Quellenangabe
Brockhaus, italienisches Theater. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/italienisches-theater