Gewehr [althochdeutsch giwer »Abwehr«, »Schutz«], Waffentechnik: langläufige, mit beiden Händen zu bedienende und in der Regel an der Schulter in Anschlag gebrachte Handfeuerwaffe mit glattem oder gezogenem Lauf (Drall). Bis zum 17. Jahrhundert bezeichnete man alle zur »Wehr« verwendeten Handwaffen (Trutzwaffen) als Gewehre. Man unterschied »Obergewehre« (Stangenwaffen, Handfeuerwaffen) und »Untergewehre« (Seitengewehre, Dolch u. a.); um die Handfeuerwaffen von den Geschützen abzugrenzen, nannte man diese auch »Kleingewehre«; Hieb- und Stichwaffen wurden häufig als »blanke Gewehre« bezeichnet. In dem Maße, wie Handfeuerwaffen mit langem

(80 von 1059 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Quellenangabe
Brockhaus, Gewehr (Waffentechnik). http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/gewehr-waffentechnik