Epos [griechisch »Wort«, »Rede«, »Erzählung«, »Lied«, »Gedicht«] das, -/Epen, Großform erzählender Dichtung (Epik) in gleichartig gebauten Versen oder Strophen, im Allgemeinen mehrere Teile (Gesänge, Bücher, Aventiuren, Cantos und ähnlich genannt) umfassend. Das Epos ist gekennzeichnet durch die Darstellung »extensiver Totalität« (G. Lukács) und die Einbettung von Begebenheiten und Figuren in ein geschlossenes Weltbild. Dem entsprechen die übersichtliche

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Geschichte

Der Ursprung des Epos liegt im Alten Orient: Das älteste bekannte Epos ist das babylonische »Gilgamesch-Epos« (3./2. Jahrtausend v. Chr.). Die altindischen Epen »Mahabharata« und »Ramayana« wurden etwa im 4. Jahrhundert v. Chr. begonnen. Das »Schah-Name« des Firdausi (10./11. Jahrhundert) arbeitet die gesamte persische Geschichte auf und wirkte in seiner Sage und Geschichte verbindenden Darstellung vorbildlich (z. B. für das »Iskander-Name« von Nisami).

Älteste Schöpfungen europäischer Ependichtung – zugleich als Inbegriff der Gattung bewundert – sind die Hexameterdichtungen »Ilias« und »Odyssee«, die – immer wieder umstritten – Homer zugeordnet werden

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Werke

Weiterführende Literatur:

H. Moser: Mythos u. Epos (1965);
Europäische Heldendichtung, hg. v. K. v.
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Quellenangabe
Brockhaus, Epos. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/epos