Eisenzeit, nach Stein- und Bronzezeit die dritte große vorgeschichtliche Periode, gekennzeichnet durch Verwendung des Eisens als Werkstoff für Waffen, Geräte und Schmuck, wobei aber auch Bronze weiterhin in Gebrauch bleibt; Eisenschmuck und -prunkwaffen kommen vereinzelt schon in der europäischen Bronzezeit (Eisendolch von Gánovce, Slowakei: um 1700 v. Chr.) und in voreisenzeitlichen Kulturen des Alten Orients vor (Eisenfund von Samarra, Irak: um 4800 v. Chr.; Eisenkugeln von Tepe Sialk, Iran: um 4100 v. Chr.).

Eisen kommt auf der Erde in gediegener Form nur als

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Ältere Eisenzeit

Ihre älteste Ausprägung auf europäischem Boden hat die Eisenzeit in der protogeometrischen und der geometrischen Periode Griechenlands gefunden (etwa 1100–700 v. Chr.). Auf der Balkanhalbinsel entstanden auf der Grundlage spätbronzezeitlicher Kulturgruppen mehrere Eisenzeitkulturen (Glasinac-Kultur, Noua-Kultur). Auch in Italien entwickelten die einzelnen Landesteile eigene Kulturen (Estekultur, Golaseccakultur, Villanovakultur u. a.). Die ältere Eisenzeit Spaniens stand im Zeichen bronzezeitlicher Traditionen mit Urnenfelder- und Hallstatteinflüssen (Tartessos). In Frankreich ist neben der Hallstattkultur im Osten des Landes besonders die Gruppe von Jogasses (benannt nach dem Gräberfeld

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Jüngere Eisenzeit

In der jüngeren Eisenzeit (etwa seit 500 v. Chr.) waren weite Teile Europas von der La-Tène-Kultur beeinflusst. Als ihre Träger sind keltische (gallische) Völker bezeugt, die in kriegerischen Invasionen aus einem Kerngebiet in Süddeutschland und Ostfrankreich auf Norditalien, Teile der Balkanhalbinsel und Kleinasiens, die Iberische Halbinsel

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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, Eisenzeit. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/eisenzeit