China [ç-], amtlich chinesisch in lateinischen Buchstaben Zhonghua Renmin Gongheguo [dʒ-], deutsch Volksrepublik China, Staat in

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Staat und Recht

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Verfassung

Die am 4. 12. 1982 vom Volkskongress verabschiedete Verfassung (mehrfach, zuletzt 2018, geändert) knüpft an die Verfassung von 1954 an. Die Wiederangleichung an die Verfassung von 1954 betrifft v. a. die konkreten Bestimmungen über die Struktur und die Befugnisse der Verfassungsorgane, der regionalen Verwaltungsinstanzen und des Justizapparats. Eine unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten zu wertende Weiterentwicklung stellt die Verfassungs- und Rechtsbindung aller gesellschaftlichen Organisationen (einschließlich der Kommunistischen Partei Chinas [KPCh]) dar. 

Nach der Verfassung ist die

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Recht

China verfügt über eine jahrtausendealte Rechtskultur, deren Spuren bis ins 21. Jahrhundert vor Christi Geburt zurückführen. Der älteste Rechtskodex, der durch archäologische Funde unmittelbar belegt ist, datiert auf das Jahr 217 v. Chr. Das traditionelle chinesische Rechtsdenken war geprägt von der Kontroverse zwischen den Konfuzianern auf der einen und den Legisten auf der anderen Seite. Erstere traten für

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Flagge und Wappen

Die Nationalflagge aus rotem Tuch zeigt im Obereck am Liek die Sternengruppe aus dem

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Nationalfeiertag

Der 1. 10. erinnert an die Proklamation der Volksrepublik 1949 durch Mao

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Verwaltung

Territorial ist China in 22 Provinzen, 5 autonome Gebiete (darunter Tibet)

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Parteien

Einzige Partei von Bedeutung ist die Kommunistische Partei Chinas (KPCh; gegründet

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Gewerkschaften

Dachverband ist der Allchinesische Gewerkschaftsbund (gegründet 1925; mehr als 300 Mio. Mitglieder). Die hierunter

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Bildungswesen

Oberste Bildungsbehörde des Landes ist das Ministerium für Bildungswesen. Im Zentrum der Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte stand die Fortführung des Ende der 1970er-Jahre begonnenen (Wieder-)Aufbaus des Schul-, Berufsschul- und Hochschulwesens, das durch die Eingriffe der Kulturrevolution Mitte der 1960er-Jahre stark beschädigt

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Medien

Sämtliche Medien (Presse, Hörfunk, Fernsehen, Onlinemedien) gehören in den staatlichen Hoheitsbereich. Oberste Aufsichtsbehörde für den gesamten Kommunikationsbereich ist das Informationsministerium. Alle Medien inkl. Internet werden mithilfe täglicher Direktiven zensiert und umfassend kontrolliert. Privater Satellitenempfang ist genehmigungspflichtig. 

Presse: Zuständige Behörde für die Printmedien ist das Staatliche Amt für Nachrichten und

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Streitkräfte

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 2 Jahre) beträgt rd. 2,3 Mio. Mann; paramilitärische Kräfte: etwa 660 000 Angehörige

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Landesnatur

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Landschaft

Eine vielfältige natürliche Raumstruktur und ausgeprägte jahreszeitliche Gegensätze sind wichtige Charakteristika des drittgrößten Flächenstaates der Erde. China ist ein gebirgiges Land; 25 % des Landes liegen unterhalb von 500 m über dem Meeresspiegel, 26 % in Höhen von über 3 000 m über dem Meeresspiegel. Die Landfläche fällt in vier deutlich gegeneinander abgesetzten Stufen vom hoch gelegenen Westen zu den Ebenen und der Küstenregion im Osten ab. Die Hochplateaus, Gebirgszüge und abflusslosen Hochbecken im Westen sind markant von den Tiefländern im östlichen China geschieden. Das

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Klima

China erstreckt sich über mehrere Klimazonen vom winterkalten Nordosten (Mandschurei) und dem wüstenhaft trockenen Zentralasien bis in die heißfeuchten Randtropen im Südosten. Charakteristisch sind die räumlich und zeitlich erheblich schwankenden Klimaverhältnisse. Im Winter sind die Temperaturgegensätze zwischen den

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Vegetation

Klima und Wasserhaushalt machen China von Natur aus zu einem Waldland; es besteht jedoch ein starker Gegensatz zwischen Ostchina und den Steppen

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Tierwelt

Ebenso vielfältig wie Landschaft, Klima und Vegetation ist auch die Fauna Chinas, die Arten der Paläarktis und der Orientalis in sich vereint und Wüstenbewohner im kontinentalen Nordwesten ebenso beherbergt wie Regenwaldarten im Südosten oder Hochgebirgsarten im Himalaja. Mit etwa 4 400 Wirbeltieren umfasst die Fauna Chinas mehr als 10 % aller

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Bevölkerung und Religion

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Bevölkerung

Von den Einwohnern des Landes sind über 92 % Chinesen (Han). Sie sprechen Chinesisch mit zahlreichen Dialekten. Etwa 8 % der Bevölkerung zählen zu den nationalen Minderheiten, die vor allem in den dünn besiedelten südwestlichen, westlichen und nordwestlichen Grenzregionen leben, zum Teil in autonomen Gebieten, in denen die Sprache der jeweiligen Minderheit auch als Amtssprache gilt. Offiziell sind derzeit 55 Minderheiten anerkannt, die Sprachen wie Uigurisch, Tibetisch und Mongolisch sprechen.

Die Bevölkerungsverteilung ist sehr ungleichmäßig; rd. 90 % der Einwohner leben in den

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Religion

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Shaolin

Das Shaolin-Kloster am Berg Songshan ist für die Pflege der chinesischen Kampfkünste bekannt.

China ist ein laizistischer Staat. Die Verfassung (Artikel 36) garantiert die Religionsfreiheit und bindet die religiöse Tätigkeit an den allgemeinen staatlichen Gesetzesrahmen. Durch die Verfassung (Artikel  36, 3) ausgeschlossen ist die rechtliche Einbindung der Religionsgemeinschaften und ihrer Einrichtungen in über das Staatsgebiet Chinas hinausgreifende (»ausländische«) religiöse Organisations- und Jurisdiktionsstrukturen. Die örtlichen Religionsgemeinden unterliegen der Pflicht der staatlichen Registrierung durch das Büro für religiöse Angelegenheiten. Als Religionen

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Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft

China hat (nach den USA) die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Das chinesische Wirtschaftssystem befindet sich seit Ende der 1970er-Jahre in einem tiefgreifenden Wandel, in dessen Mittelpunkt der Übergang von zentralen zu dezentralen Lenkungsmechanismen und eine Auffächerung der Eigentumsstruktur stehen. Seit 1992 heißt das Ziel der Reform der Wirtschaftsordnung »sozialistische Marktwirtschaft mit chinesischen Merkmalen«. Diese Umstrukturierung der wirtschaftlichen Struktur hat trotz aller ökonomischen Probleme seit 1978 ungewöhnliche jährliche Wachstumsraten von etwa 9,5 % entwickelt. So hat sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 1978

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Landwirtschaft

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China: Reisterrassen

Kunstvoll angelegte und künstlich überflutete Reisterrassen bestimmen vor allem in Südostasien, Hinterindien und Ostasien das Landschaftsbild. Reis ist in vielen Staaten Asiens das Hauptnahrungsmittel.

14 % der Gesamtfläche sind als Ackerland und 42 % als Weideflächen ausgewiesen; die restliche Landesfläche entfällt auf andere Nutzungsarten (Siedlungsflächen, Wälder) oder Brachland (Wüsten, Hochgebirgsregionen). Die relativ geringe

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Forstwirtschaft

Es gibt keine verlässlichen Angaben zur Waldflächengröße. Die Waldbedeckung wird auf 22,1 % der Gesamtfläche Chinas geschätzt und

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Fischerei

Die Meeres- und Süßwasserfischerei nahm vor allem seit 1978 erheblich zu. Es existiert eine breite

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Bodenschätze

China gehört zu den Staaten der Erde, die mit einem reichen Maß an Bodenschätzen ausgestattet sind. Unter den 163 Typen an

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Energiewirtschaft

Die meisten Wirtschaftssektoren sind durch eine hohe Abhängigkeit von Kohle gekennzeichnet, die rd. 62 % der Energieversorgung ausmacht; ein Anteil, der sich seit Ende der 1970er-Jahre nur wenig verändert hat. Trotz einer Produktion von 1,75 Mrd. t Öläquivalent (2017) war die Versorgung der Elektrizitätswerke nicht ausreichend, u. a. aufgrund unzureichender Transportkapazitäten der Eisenbahn.

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Industrie

Die industrielle Struktur des Landes war bis 1949 auf relativ wenige Industriezweige und vor allem auf eine Konzentration der Standorte im Küstenraum beschränkt. Beispielsweise waren Leicht- und Textilindustrie seit dem 19. Jahrhundert in Schanghai konzentriert. Industrieregionen entwickelten sich zwischen den beiden Weltkriegen in einer Reihe von Städten entlang des Jangtsekiang. Schwerindustrie entstand im Nordosten und begann sich auch im Norden zu entwickeln. Noch 1948 waren rd. 80 % aller damals modernen Industriebetriebe in den Küstenstädten lokalisiert. Nach 1949 unternahm die neue Regierung

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Tourismus

Der Tourismus war in China bis Mitte der 1970er-Jahre so gut wie unbekannt, nur ideologisch nahestehende Gäste und berufliche Spezialisten durften das Land besuchen. Sobald sich China zu öffnen begann, insbesondere seit Beginn der 1980er-Jahre, wurde vor allem die wirtschaftliche Seite des Tourismus entdeckt und der Zuwachs an ausländischen Touristen nahm ein bis dahin absolut unbekanntes Ausmaß an. Daneben entwickelte sich nach anfänglicher Verzögerung rasch der Binnentourismus. Das Wachstum des internationalen Tourismus zeigen folgende Daten: 1978 kamen 1,8 Mio. Touristen

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Außenwirtschaft

Die außenwirtschaftliche Öffnung setzte Anfang der 1980er-Jahre mit der Bildung von Sonderwirtschaftszonen in den südlichen Küstenprovinzen ein. Dort können auch ausländische Unternehmen, denen besondere Investitionsanreize eingeräumt werden, unter marktwirtschaftlichen Bedingungen für den Export produzieren. Da dieses Experiment durchaus erfolgreich war, wurden weitere Zonen beziehungsweise »offene Küstenstädte« eingerichtet (1984 14 offene Küstenstädte, 1990 die äußerst erfolgreiche Pudong New Area in Schanghai).

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Schanghai: Pudong

Pudong ist die seit 1990 errichtete Sonderwirtschaftszone Schanghais. Sie dient u. a.

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Verkehr

Die drei Verkehrsträger Schiene, Straße und Wasser sind je nach ökonomischer und auch topografischer Situation unterschiedlich dominant. Insgesamt hat der Ausbau des Netzes mit der schnellen Wirtschaftsentwicklung nicht Schritt halten können, insbesondere hinsichtlich der Transportkapazitäten für Rohstoffe aus Nordostchina und den Zentralprovinzen in die dynamischen Küstenprovinzen im Osten. Der Norden und Nordosten sowie einige Regionen an der Ostküste sind relativ gut an das Schienennetz angeschlossen, während in Süd- und Westchina Eisenbahnstrecken fehlen. Die Streckenlänge

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Geschichte

Abendländische Chinakenntnisse: Die erste genauere Kunde von China (Kathai) erhielt Europa um 1300 durch Marco Polo. 1517 landeten die Portugiesen in Macau; 1579 begann dort die Jesuitenmission. Der Österreicher M. Martini (Mitte 17. Jahrhundert) legte den Grundstein für die geografischen Kenntnisse über Zentralchina. Französische Jesuiten führten 1708–17 eine topografische Aufnahme des Reiches aus. Nach dem Opiumkrieg (1840–42) waren zunächst die Reisen des britischen Botanikers R. Fortune (1843–45) und der französischen Lazaristen E.-R. Huc und J. Gabet (1844–46) bedeutsam. Der Amerikaner R. Pumpelly (1863–65) leistete Pionierarbeit

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Informationen zur chinesischen Kultur

Informationen zur chinesischen Kultur:

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Weitere Medien

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Geografie

Die Flächen verschiedener Länder im Vergleich

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Quellenangabe
Brockhaus, China. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/china-30