Bis ins 20. Jahrhundert war das gedruckte Buch als Unterhaltungsmedium wie auch als Wissensvermittler weitgehend konkurrenzlos. Die Erfindung des Buchdrucks beeinflusste die langfristige Entwicklung der europäischen Kultur nachhaltig, die sich in ihrem Selbstverständnis – v. a. gegenüber oral geprägten Kulturen anderer Kontinente – stark am gedruckten Text und Buch als Leitmedium bemaß und in dessen Gedächtnis- und Reflexionsfunktionen wesentliche Voraussetzungen für zivilisatorischen Fortschritt sah. Gleichwohl hatte das Buch in Europa von Beginn des Buchdrucks an keine singuläre Stellung als Kommunikationsmedium, sondern war in eine

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Quellenangabe
Brockhaus, Das Buch in der Medienvielfalt. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/buch-30/das-buch-in-der-medienvielfalt