Böhmen, tschechisch Čechy [ˈtʃεxi], historisches Gebiet in Mitteleuropa, heute Kernland der Tschechischen Republik; Wirtschafts-, Verkehrs- und kulturelles Zentrum Böhmens ist Prag. Böhmen wird zum Teil von Mittelgebirgen durchzogen, die ein Teil des Böhmischen Massivs sind: vom Fichtel- und Erzgebirge im

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Geschichte

Seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. nachweisbar bewohnt (Fundplätze der frühneolithischen Bandkeramik, v. a. in Mähren), war Böhmen im 2. Jahrtausend (Aunjetitzer Kultur) einer der Kernräume der Besiedlung Europas. In der La-Tène-Zeit, spätestens 400 v. Chr., entwickelte sich eine keltische Kultur (gesellschaftliche Schichtung, wirtschaftliche Organisation, Fernhandel): Von den keltischen Boiern, die das Land um 60 v. Chr. verließen, leitet sich der Name Böhmen (lateinisch Boiohaemum) ab. Bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. lebten dann Germanen in Böhmen, u. a. die Markomannen unter Marbod. Gegen Ende des 6. Jahrhunderts wanderten slawische

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Quellenangabe
Brockhaus, Böhmen. http://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/böhmen